Parkettboden

Parkettboden

Das Parkett ist ein Belag für den Fußboden, der aus Holz besteht. Meist wird er in Wohnungen bzw. Räumen verwendet. Dabei wird das Holz immer horizontal gelegt, denn ist dies nicht der Fall und es liegt vertikal, dann spricht man von Holzpflaster. Im Gegensatz zu dem Dielenboden, wo lange Bretter zu einem Boden zusammengefügt werden, muss bei dem Parkett ein tragfähiger Untergrund vorhanden sein. Warum also so etwas wie Eichenparkett oder Bambusparkett kaufen?Aufgrund der kurzen Bretter können sich so keine Fugen bilden und es ist somit auch sehr hygienisch. Parkett gilt in Deutschland als hochwertig und ist oft noch beliebter als ein Teppichboden. Seine Eigenschaften sprechen für eine lange Nutzungsdauer und sofern Abnutzungserscheinungen auftreten, reicht ein einfaches Abschleifen. So ist es kein Wunder, dass das Parkett in jahrhundertealten Schlössern noch gut aussieht.

Material
Es gibt viele Arten von Holz, die für einen Parkettboden verwendet werden können. Hierzu gehören vor allem Eiche, Buche, Ahorn und Birke. Aber auch exotisches Holz außerhalb Europas kann für den Parkettboden verwendet werden, beispielsweise das Bambusparkett. Um den Härtegrad von Parkett anzugeben, benutzt man in der Regel eine Härteprüfung nach Brinell.
 
Das Parkett ist von dem Laminatbelag zu unterscheiden, denn bei Letzteren sind die Hauptbestandteile nur Holzfaserstoffe. Hier besteht die Oberfläche des Holzes nur aus laminiertem Papier im Holzmuster. Die Verlegung ist bei beiden Arten von Böden jedoch gleich. Ein weiterer Vorteil von Parkett gegenüber dem Laminat ist, dass das Parkett in Räumen mit starkem Durchgangsverkehr wie z.B. dem Flur, durch einfaches Schleifen und Versiegeln oft renoviert werden kann.

Massivparkett

Massivparkett
Das Massivparkett besteht aus Holzstücken, die im Normalfall direkt verlegt und dann abgeschliffen werden. Im Anschluss daran wird noch die Oberfläche mit Lack oder Öl behandelt, dies sorgt für einen besonderen und hochwertigen Glanz. Mithilfe der modernen Technik ist es bereits möglich, das Parkett schon fertig behandelt vom Hersteller zu kaufen. Früher, in den 1950er bis 1970er Jahren, wurde dieses Parkett noch mit Krebs erzeugenden Kleber miteinander verklebt. Über Jahre der Benutzung kann der Kleber zermalmt werden und in die Atemluft gelangen. Deshalb empfiehlt sich hier eine Demontage und Entfernung. Um diesen gefährlichen Kleber zu identifizieren, sollten verdächtige Parkettböden im Labor geprüft werden.

Mehrschichtparkett
Das Mehrschichtparkett unterscheidet sich von dem Massivparkett so weit, dass hier drei Schichten übereinander liegen. Der Vorteil davon ist, dass kein Kleber benötigt wird, um die Holzstücke miteinander zu verbinden, es reicht aus, wenn man sie ineinander steckt. Dabei besteht meist nur die oberste Schicht aus der gewünschten Holzart, der Rest aus billigerem Nadelholz oder Holzwerkstoff. Die Lebenszeit von Mehrschichtparkett ist in der Regel nicht so hoch, wie die von verklebten, da sich hier nach der Zeit Fugen bilden können, in die Wasser eindringen kann und so das Holz aufquellen lässt.