
Wohngemeinschaften – auch WG’s genannt – findet man heutzutage in jeder größeren Stadt. Doch nicht nur Studenten greifen auf die kostengünstige Wohnlösung zurück. Immer mehr Auszubildende, Jugendliche, Senioren, Zivis und Vollzeitbeschäftigte schließen sich zu Wohngemeinschaften zusammen.
Ein besonderes Projekt ist „Wohnen für Hilfe“, das in vielen Universitätsstädten praktiziert wird, in denen ein erheblicher Mangel an finanzierbarem Wohnraum herrscht. Prinzip dieses Konzepts ist es, dass man ein Zimmer im Haus von Familien, Senioren oder Pflegebedürftigen bewohnt und dafür im Garten, Haushalt oder in anderen Bereichen aushilft.
Dennoch bleibt die häufigste Form der Wohngemeinschaft die Studenten-WG. Abgesehen von bestehenden Wohnheimen an Universitäten, in denen die Mitbewohnerkonstellation nahezu fließend ist, schließen sich oftmals Studenten und Azubis, die sich schon lange kennen, zu einer WG zusammen.
Der Vorteil einer WG liegt darin, dass sie weitaus kostengünstiger ist als eine eigene Wohnung oder ein eigenes Apartment. Nicht nur die Miete wird durch die Mitbewohner geteilt, sondern auch die Wohnungseinrichtung. Gerade wenn eine WG auf einen langen Zeitraum ausgelegt ist, wird sie häufig von vornherein neu eingerichtet, damit sich auch jeder wirklich zu Hause fühlt. Dabei teilen sich alle die Kosten für die Einrichtung und sparen sehr viel Geld.
Weitere kleine Anschaffungen werden über eine Gemeinschaftskasse finanziert, wodurch sich auch hier die Kosten so gering wie möglich halten.
Ein weiterer Vorteil ist, dass man nicht ganz alleine wohnen muss. Man hat sein eigenes Zimmer, aber man kann sich gegenseitig helfen, wenn Not am Mann ist.
Auch der Hausdienst wird ordentlich geteilt. In den meisten WG’s erweist sich ein Spül- und Putzplan als äußerst nützlich. So wird niemand übervorteilt und es kommt nicht zu unnötigen Konflikten.
Wenn man die Wohnung neu einrichtet, können die Geschmäcker und Stile aller Mitbewohner im Gemeinschaftsraum einfließen. In Abstimmung mit allen Beteiligten werden Wohnaccessoires ausgesucht, Regale und Schränke gekauft und die Aufstellungen der Möbel besprochen.
Das eigene Zimmer einzurichten, kann schon eine größere Herausforderung sein. Man muss seinen Arbeitsplatz, das Bett, den Kleiderschrank und ggf. ein weiteres Sofa zum Entspannen unterbringen. Auch ein kleiner Tisch sollte im eigenen Raum nicht fehlen.
Wie sucht man sich diese Möbel am besten aus? Idealerweise ist das Bett nicht zu groß, da es sonst einen großen Teil des Zimmers einnimmt. Hier ist ein Klappsofa sehr praktisch, da man es vom Bett zu einer Platz sparenden Sitzgelegenheit umfunktionieren kann. So sind gleich zwei Probleme mit einem Möbel modern gelöst.
Der Rest des Zimmers ist dann kein Problem mehr. Kleiderschränke, Schreibtische und Regale gibt es in jeder Größe und Preisklasse, so dass jeder sein Zimmer nach eigenem Wunsch zusammenstellen kann.
Wenn die Wohnung oder das Haus groß genug ist, bleibt eventuell noch Platz für einen Partyraum, der den Bewohnern die kleinen Annehmlichkeiten des Alltags bietet. Dazu gehört beispielsweise ein Kicker- oder Billardtisch oder sogar eine eigene Bar mit Zapfanlage.
Das Leben in einer Wohngemeinschaft bringt viele Erfahrungen mit sich. Man lernt, Verantwortung zu tragen und lebt als Gemeinschaft wie eine große Familie zusammen.
Mit der richtigen Bewohnerkombination, Spaß und ein wenig Einsatz kann das Leben in einer WG zu einer unvergesslichen Zeit werden.