Schlafzimmer ökologisch einrichten - Herzstück des ökologischen Schlafplatzes ist das Bett. Der Lattenrost sollte aus unbehandeltem Holz und ohne Metallteile gefertigt sein. Bei Matratzen schwören "grüne" Schläfer auf Naturmaterialien, z.B. Kombinationen aus Kokosfasern und Naturkautschuk. Wird Latex bevorzugt, achte man auf Schadstofffreiheit. Was den Härtegrad betrifft, so ist Probeliegen ratsam für späteren erholsamen Schlaf. Bei der Schlafzimmereinrichtung ist die ökologische Alternative für Möbel und Bett natürlich Vollholz wie Kiefer oder Buche. Mit lösemittelfreien Farben/Lasuren und Naturlack behandelt, wird der Schlafende vor ausgasenden Schadstoffen bewahrt. Für das Unterbett haben sich Kombinationsdecken aus Wolle/Baumwolle bewährt, die man je nach Jahreszeit umdreht. Bei Kissen und Oberbetten verzichten Umweltbewusste auf Gänse- oder Entendaunen aus Tierschutzgründen (ruppige Rupfmethoden) und um Milbenbefall zu minimieren. Zudem verklumpen Daunen im Laufe der Zeit und müssen aufwendig gereinigt werden. Die bessere Alternative für gesunden Schlaf sind Einziehbetten aus Schafschurwolle, Kamelhaar, Baumwolle, Seide oder ökologisch produzierten Microfasern. Ein Geheimtipp ist Kapok als Füllmaterial. Durch natürliche Bitterstoffe sind diese Fasern des Wollbaums vor Schädlingen geschützt. Auch Keime und Milben haben schlechte Karten. Übrigens sollte auch Bettwäsche aus Naturfasern wie Baumwolle und Leinen vor dem ersten Beziehen bei 60 °C gewaschen werden, um Staub und Reste von Appreturen etc. zu entfernen. Neurologische Untersuchungen zeigen, dass der menschliche Organismus im Schlaf empfindlicher auf Außenreize wie Lärm und elektrische Felder reagiert. Daher verbannt man die Unterhaltungselektronik besser aus dem Schlafzimmer. Ist dies nicht machbar, hilft eine abschaltbare Steckdosenleiste oder über Nacht den Stecker zu ziehen. Standby ist nicht nur Stromverschwendung, sondern produziert auch Elektrosmog. Menschen, die besonders empfindlich auf elektromagnetische Felder reagieren, wird die Installation eines speziellen Netzfreischalters empfohlen, der die Stromzufuhr komplett unterbricht und ungestörten Schlaf ermöglicht. Radiowecker können dann zwar nicht betrieben werden. Doch sollte man auf Geräte mit Digitalanzeige im Schlafbereich sowieso verzichten, denn manche Leuchtziffern bewirken Störfelder. Problemlos ist der klassische Batteriewecker, umweltfreundlicher eine Solarfunkuhr. Dann schlafen Sie gut!